MG Rail DE

MG RAIL | Datenblatt

■ Äquivalente Spannung im Lager Zur Berechnung der Lebensdauer wird jede durch eine Last erzeugte Teilbeanspruchung in der so genannten äquivalenten Lagerbeanspruchung Fr zusammengefasst. Eine äußere Last, die in beliebiger Neigung auf den Laufwagen wirkt, wird nach folgender Formel in die Komponenten Fy und Fz zerlegt: F r Äquivalente Spannung im Lager [N] F y Wert der äußeren Kraft über den Laufwagen in Y-Richtung [N] ■ Wie werden Vorspannungen und Verschiebungen ermittelt? Um die Steifigkeit und die Genauigkeit eines Führungssystems zu erhöhen, ist es ratsam, vorgespannte Laufwagen zu ver wenden. Die Auswahlkriterien sind auf Seite 9 aufgeführt. Die Kräfte, die auf die Laufwagen einwirken, verursachen die Verformungen, die anhand der Steifigkeitsdiagramme auf Seite 24 quantifiziert werden können. ■ Wie man die Lebensdauer berechnet Die auf den Laufwagen wirkenden Kräfte, der gewählte Vorspannungswert, die dynamische Tragzahl C und die Lebensdauer wahrscheinlichkeit sind die Faktoren, die die relevante Lebensdauer beeinflussen. ■ Tatsächliche Belastung des äquivalenten Lagers P Um die tatsächliche Belastung des äquivalenten Lagers P zu ermitteln, müssen Sie auch die Vorspannung des Laufwagens berücksichtigen. Fr Äquivalente Spannung im Lager [N] Fpr Vorspannkraft (Fpr = C ∙ P% ) [N] Wenn die auf den Laufwagen wirkende Last um das 2,9-fache höher ist als die Vorspannkraft, ist der Laufwagen nicht vorgespannt. In diesem Fall hat die Vorspannkraft keinen Einfluss auf die relevante Lebensdauer. Mit FrP≥=2F,r9 ∙ Fpr Ist die aufgebrachte Last geringer als das 2,9-fache der Vorspannkraft, trägt ein Teil der Vor spannkraft zur tatsächlichen Belastung des äquivalenten Lagers (P ) bei. Bei begrenzter Belas tung ist es notwendig, einen Teil der Vorspannung beizubehalten, um das Abrollen der Rollen zu gewährleisten und Gleiten zu vermeiden. Mit Fr < Fpr ∙ 2,9 P = Fpr + 0,66 ∙Fr Ein ständiger Wechsel der aufgebrachten Last führt dazu, dass sich die Rollen über die Laufbahn heben und senken, wodurch der Laufwagen beschädigt wird. ■ Dynamische Tragzahl bei unterschiedlichen Belastungswerten Bei der Berechnung der äquivalenten dynamischen Tragzahl wird für jeden Teildurchgang lk eine konstante Kraft F angenom men. P Äquivalente tatsächliche Belastung (N) P1-n Werte der bei der Durchführung festzustellenden Lasten (N) ■ Berechnung der Lebensdauer - Lebenserwartung Die Tragzahlen für die Wälzlager sind nach DIN-ISO-Normen so festgelegt, dass die Lebensdauerformel einen Wert liefert, der mit einer Wahrscheinlichkeit von 90 % überschritten wird. Reicht dies nicht aus, müssen die Lebensdauerwerte um einen Faktor (a1 ) gemäß der folgenden Tabelle reduziert werden. F z Wert der äußeren Kraft über den Laufwagen in Z-Richtung [N] P Äquivalente tatsächliche Belastung [N] lk1-n Hubanteil der Anwendung betreffend P1-n (%)

Lebenserwartung %

90

95

96

97

98

99

a1

1,00

0,62

0,53

0,44

0,33

0,21

Tab. 28

■ Erwartete Lebensdauer in Metern

P Äquivalente tatsächliche Belastung [N] a1 Faktor der Wahrscheinlichkeit der Lebenserwartung

L Erwartete Lebensdauer [m] C Dynamische Tragzahl [N]

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