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MG RAIL | Datenblatt
■ Berechnungsbasis - Definition der dynamischen und statischen Tragzahlen und der zulässigen Momente Es gibt hauptsächlich zwei Methoden, um Führungen korrekt auszulegen. Die erste Methode ist die manuelle Berechnung anhand der unten aufgeführten Formeln. Bei der zweiten Methode wird ein computergestütztes Berechnungsprogramm ver wendet, das die Beratung durch unsere Ingenieure (siehe Seite 33) erfordert, nachdem alle erforderlichen Daten gesammelt wurden. □ Dynamische Tragzahl C
Definition nach der Norm DIN ISO 14728-1 Radiallast, kon stant in Größe und Richtung, die theoretisch von einem Linearlager bei einer erwarteten Lebensdauer von 100 km zurückgelegter Strecke aufgenommen werden kann. □ Wert der statischen Belastung Co Definition nach der Norm DIN ISO 14728-2 statische Belas tung in Belastungsrichtung, die einer Spannung von 4000 MPa entspricht, berechnet in der Mitte des am stärksten belasteten Kontaktpunktes zwischen Wälzkörper und Lauf bahn. □ Torsionsmoment der dynamischen Tragzahl M X Dynamisches Vergleichsmoment um die Längsachse X, das eine Belastung verursacht, die dem dynamischen Tragzahl wert C entspricht. □ Moment der dynamischen Tragzahl in Längsrichtung M Z Dynamisches Vergleichsmoment um die Querachse Y oder die Hochachse Z, das eine dem dynamischen Tragzahlwert C entsprechende Belastung verursacht. □ Torsionsmoment der statischen Belastung M X0 Statisches Vergleichsmoment Moments um die Längsach se X, das eine Belastung verursacht, die dem statischen Be lastungswert Co entspricht. □ Moment in Längsrichtung der statischen Belastung M Z0 Statisches Moment um die Querachse Y oder die Vertikal achse Z, das eine Belastung in Höhe des statischen Last werts C 0 verursacht. Die Anforderungen an die Genauigkeit, die Qualität der Oberflächenbearbeitung und die Produktionszyklen beein flussen die Auslegung des Führungssystems. In der modernen Maschinenbauindustrie ist die maximal zulässige elastische Verformung eng mit der Größe der ge wählten Führung verbunden. Um die Lebensdauer und die Verformungen zu berechnen, müssen Sie alle externen Kräfte und Momente, die auf das System einwirken, anhand ihres Wertes, ihrer Richtung und ihres Angriffspunktes identifizieren. Bei der Ermittlung der äquivalenten Gesamtspannung müssen Sie die maximalen Belastungen und die momen tanen Stoßbelastungen berücksichtigen.
M x M x0
C C 0ax
M y M y0
C C 0rad
M z M z0
Abb. 67
Für die korrekte Auslegung der Rollenumlaufführung müssen die folgenden Anweisungen beachtet werden. ■ Wie man äußere Kräfte und Momente ermittelt
Z
x
Y
Abb. 68
■ Verteilung der Kräfte und Momente auf die einzelnen Laufwagen Unter Vorspannung (nahezu konstante Steifigkeit) können die auf die Laufwagen wirkenden Kraftkomponenten (Zug-, Druck- und Seitenkräfte) mit Hilfe bekannter Mechanikformeln unter Berücksichtigung des Quer- und Längsabstands der Laufwagen berechnet werden.
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