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EASYSLIDE | Datenblatt

■ Lebensdaueberechnung Die Lebensdauer einer Linearführung hängt von mehreren Faktoren ab, wie z. B. der effektiven Belastung, der Verfahrgeschwin digkeit, der Einbaugenauigkeit, auftretenden Stößen und Vibrationen, der Betriebstemperatur, den Umgebungsbedingungen und der Schmierung. Die Lebensdauer ist definiert als die Zeitspanne zwischen der Inbetriebnahme und den ersten Ermüdungs- oder Verschleißerscheinungen an den Laufflächen. In der Praxis muss das Ende der Lebensdauer als der Zeitpunkt definiert werden, zu dem die Linearführung aufgrund ihrer Zerstörung oder extremer Abnutzung eines Bauteils außer Betrieb genommen wird. Dies wird durch einen Anwendungskoeffizienten (f i in der folgenden Formel) berücksichtigt, sodass sich die Lebensdauer wie folgt zusammen setzt:

■ Serie SN

L km = 100 · ( ––– · ––– ) 3 C W 1 fi L Km = 100 · ( ––– · ––– · f h ) 3 f c f i W C

L km = berechnete Lebensdauer (km) C = dynamische Tragzahl (N) = C 0rad W = äquivalente Last (N) f i = Anwendungskoeffizient (siehe Tab. 26) L km = theoretische Lebensdauer (km) C = dynamische Tragzahl (N) = C 0rad W = angewandte äquivalente Last (N) f c = Kontaktfaktor f i = Anwendungskoeffizient (siehe Tab. 26) f h = Hubfaktor (siehe Tab. 25)

Abb. 34

■ Serie SNK

Abb. 35

Anzahl der Läufer

1

2

3

4

1

0.8

0.7

0.63

fc

Abb. 26

fh

Der Hubfaktor f h berücksichtigt die erhöhte Belastung der Laufflächen und Rollen bei kurzen Hüben auf derselben Ge samtlänge. Die entsprechenden Werte sind der folgenden Tabelle zu entnehmen (für Hube länger als 1 m gilt f h = 1):

Hub [m]

Abb. 36

■ Anwendungskoeffizient f i Weder Stöße noch Vibrationen, sanfte Richtungswechsel bei niedrigen Frequenzen, saubere Betriebsbedingungen, niedrige Geschwindigkeit (<0,5 m/s).

1 – 1,5

Leichte Vibrationen, durchschnittliche Geschwindigkeiten (zwischen 0,5 und 0,7 m/s) und durchschnittliche Richtungsänderungen. Stöße und Vibrationen, hochfrequente Richtungsänderungen, hohe Geschwindigkeiten (> 0,7 m/s), sehr schmutzige Umgebungen.

1,5 – 2

2 – 3,5

Abb. 27

Wenn die äußere Belastung P gleich der dynamischen Tragzahl C 0rad ist (die niemals überschritten werden darf), beträgt die Lebensdauer unter idealen Betriebsbedingungen (f i =1) 100 km. Für eine einzelne Belastung P gilt: W = P. Wenn mehrere äu ßere Belastungen gleichzeitig auftreten, wird die äquivalente Belastung wie folgt berechnet:

W = P rad + ( ––– + ––– + ––– + –––) · C 0rad P ax C 0ax M 1 M x M 2 M y M 3 M z

Abb. 37

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